Willkommen im Max-Reger-Institut (MRI),
der zentralen Reger-Forschungsstätte

Regers Leben und Werk einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen, ist oberstes Ziel des Max-Reger-Institut, das dem Fachmann wie dem interessierten Laien gleichermaßen offen steht. Die umfangreiche Sammlung und Bibliothek machen das Max-Reger-Institut zu einer Fundgrube für jeden Interessierten.

 

Aktuelles

RWA Online

Die Reger-Werkausgabe beschreitet neue Wege und publiziert die digitalen Bestandteile der Editionen auf der neuen Projektseite RWA online.

www.reger-werkausgabe.de

Zusammen mit der Publikation der beiden neusten Editionsbände Lieder II (Band II/2) und Werke für gemischten Chor a cappella II (Band II/9) im Carus-Verlag, Stuttgart startet die Reger-Werkausgabe (RWA) ihre neue Projektseite RWA online. Die RWA erneuert damit ihr hybrides Editionsmodell und veröffentlicht die digitalen Editionsbestandteile online, zentral, nachhaltig und frei zugänglich.

Wie bisher schon auf den bandweise erstellten DVDs bestehen die digitalen Editionsteile aus den wissenschaftlichen Begleittexten, den digitalen Editionen mit Kritischem Bericht und einer umfangreichen digitalen Enzyklopädie (ab Spätjahr 2021) zu Leben und Werk Max Regers. Mit RWA online werden die bisherigen Grenzen des Doppels Editionsband/DVD durchlässig. Der Nutzer erhält vielfältige Möglichkeiten, sich auf weitläufige digitale Wanderschaften durch den Gesamtkomplex der in der RWA edierten Werke und ihrer historischen Zusammenhänge jenseits eines konkreten Bandkontextes zu begeben. Neben der Möglichkeit, den Fortgang des Editionsprojekts live mitverfolgen zu können, steht dem Nutzer auf diese Weise auch immer der aktuelle Forschungs- und Publikationsstand zur Verfügung.

Mehr auf www.reger-werkausgabe.de

Neu erschienen: Lieder II

Band II/2, publiziert im Carus-Verlag, ist jetzt erhältlich.

Mit seinen zwischen Sommer 1889 und Frühjahr 1901 geschriebenen Liedern erregte Reger Aufsehen in der Musikwelt. Legte doch der Komponist, der sich nach schweren Krisenjahren persönlich und künstlerisch konsolidiert hatte, in diesen eine harmonische und melodische Kompromisslosigkeit an den Tag, die Interpret*innen und Publikum gleichermaßen herausforderten, faszinierten und irritierten.

Die Sammlungen, die Reger zusammenstellte, wurden stets umfangreicher: Die Opera 35 und 37 umfassten sechs bzw. fünf Lieder, die Opera 43 und 48 acht bzw. sieben, die Opera 51 und 55 dann zwölf und fünfzehn Lieder. Zudem verfasste er einige Einzelbeiträge zum Abdruck in der Neuen Musik-Zeitung (WoO VII/23–29).

Bei seiner Textsuche wandte sich Reger der zeitgenössischen Lyrik zu. Die Gedichte, die er vertonte, stammten von Vertretern des literarischen Jugendstils und Impressionismus, darunter Otto Julius Bierbaum, Detlev von Liliencron und Richard Dehmel. Intensität und Subtilität der Empfindung, Anspruch auf Innerlichkeit und moderne Gefühlssprache waren dabei Regers musikalische Gradmesser. Dem entsprach die Konzentration auf das moderne Deklamationslied in der Nachfolge Hugo Wolfs, dem das Opus 51 gewidmet ist.

Ferner wagte sich Reger an Texte, die zuvor auch Richard Strauss vertont hatte, und fand dabei zu sehr unterschiedlichen Lösungen in Stimmung und Klangsprache.

Reger-Werkausgabe, Bd. II/2: Lieder II, Carus-Verlag, Stuttgart 2021, CV 52.809

Neu erschienen: Werke für gemischten Chor a cappella II

Band II/9, publiziert im Carus-Verlag, ist jetzt erhältlich.

Dieser zweite Teilband umfasst die zwischen 1904 und 1914 komponierten gemischten Chöre Regers. Es überwiegen die geistlichen Werke mit den großen Motetten Opus 110 (»Mein Odem ist schwach«, »Ach Herr, strafe mich nicht!«, »O Tod, wie bitter bist du«), den Acht geistlichen Gesängen op. 138 und dem fragmentarischen Vater unser. Die liturgische Gebrauchsmusik ist mit der Oster-Motette Lasset uns den Herren preisen, den Vier Kirchengesängen und den englischsprachigen Responsories vertreten. Bei den weltlichen Werken dominieren die Zwölf Chöre aus dem Volksliederbuch, flankiert von dem für ein Schulbuch entstandenen Good Night und dem Abschiedslied für Fritz Stein.

Reger-Werkausgabe, Bd. II/9: Werke für gemischten Chor a capella II, Carus-Verlag, Stuttgart 2021, CV 52.816

Neu erschienen: Max Reger–Philipp Wolfrum. Briefe und Dokumente einer Künstlerfreundschaft

Nach mehrjähriger Pause werden die Briefeditionen des Max-Reger-Instituts mit dem Band Max Reger–Philipp Wolfrum. Briefe und Dokumente einer Künstlerfreundschaft fortgesetzt. Philipp Wolfrum (1854–1919), Heidelberger Universitätsmusikdirektor und Leiter des Heidelberger Bachvereins, war bekannt als Förderer zeitgenössischer Musik im Heidelberger Musikleben, doch war sein Interesse gleichermaßen auf Johann Sebastian Bach gerichtet. Diese beiden Bereiche, dazu ein ähnlicher Humor und vergleichbares Arbeitsethos, resultierten in einer lebenslangen Freundschaft zwischen ihm und Max Reger. Nach erster Kontaktaufnahme 1901 führte ab 1905 das gemeinsame Konzertieren auf zwei Flügeln, zumeist mit Werken von Bach und Reger, zur Prägung der Phrase „Max und Moritz“. Ab 1906 konnte Reger in Heidelberg eigene Kompositionen dirigieren, und Reger setzte sich für die Aufführung besonders von Wolfrums Weihnachtsmysterium ein.

Zum Buch beim Carus-Verlag

MRI-Serenadenkonzert am 18. September

Auch das Serenadenkonzert des Max-Reger-Instituts musste kurzfristig in den Festsaal des Durlacher Schlosses verlegt werden: Das Athos Ensemble brillierte, wie in den Badischen Neuesten Nachrichten zu lesen, durch sängerische Kompetenz und Textverständlichkeit. Auf dem Programm standen a-cappella-Gesänge von der Renaissance bis zu Clara Schumann, Max Reger und Engelbert Humperdinck, letzterer ein Jubilar des Jahres 2021.


Foto: Almut Ochsmann, Max-Reger-Institut

MRI-Serenadenkonzert am 7. August

Wegen des widrigen Wetters fand das MRI-Serenadenkonzert statt im Innenhof der Alten Karlsburg im Festsaal des Durlacher Schlosses statt: Am Samstag, 7. August, spielten Wei-Luen Zoe Lee und Yi-Zhu Judy Wang Werke für zwei Violoncelli von Barrière bis Glière, dazu einige Sätze aus Regers Cellosuite d-Moll op. 131c Nr. 2. Das Publikum fühlte sich, wie das Online-Magazin PAMINA berichtet, „bestens unterhalten und zeigte sich generell dankbar für die Musik nach der Corona-Pause“.


Bildnachweis: Christine Gehringer, PAMINA Magazin

Neu erschienen: Adolf Buschs Mozart-Aufnahmen mit Orchester

CD-Erstveröffentlichungen und Klassiker vereint auf einer Doppel-CD; als Bonus Beethovens Große Fuge und rare Konzertaufnahmen aus New York 1943.

Erhältlich bei Pristine Classical